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Mit dem Rasenmäher über die Umzugswiese

 

Unsere Umzugswiese44 muss getrimmt werden: Ihre Ladezeiten müssen nach zwei Jahren gedeihlichen Wachstums von Moospolster, Rasenfilz und wuchernden Java-Scripts befreit werden, um eine optimale Nährstoffversorgung mit schnelleren Ladezeiten zu gewährleisten. Auch wer über die Umzugswiese via mobile device spaziert, sollte von Unsere Wiese zügig zum Kompass gelangen.

Seit wir 2014 die Umzugswiese aussähten, nachdem wir im Internet unsere alte Heimat nach einer Prozessniederlage aufgeben mussten, haben der Zeitgeist und Googles Algorithmen neue Trends verordnet und bestimmt, was nutzbringend ist, weil’s die Sichtbarkeit erhöht, das Ranking verbessert bzw. was weg kann, weil’s das Surferlebnis stört und nichts für den Marketingwert tut.

So muss sich auch unser Biotop den veränderten Umweltbedingungen anpassen, mit der Zeit gehen, um nicht auszusterben, eine Überlebenschance zu haben. Deswegen haben wir bei unserem Web Hosting Anbieter eine Überarbeitung der Gartenarchitektur, ein Redesign der Umzugswiese in Auftrag gegeben.

Aber soll nun etwa Hinz und Kunz durch unser Grün streifen, um zu entscheiden, wo gestutzt, gerupft oder neu gepflanzt werden soll?

Mitnichten.

Zumindest das rein fachliche Wissen der Vegetationsabläufe sollte als bekannt vorausgesetzt werden und erwies sich auch nicht als Hemmschuh. Conditio sine qua non für den Gartenbau auf unserer Wiese ist das Verständnis ihrer Wurzeln, das Anerkennen ihrer Diversität. Und dies ist nichts, was wir im Gespräch mit einer ziemlich jungen, ziemlich forschen und wenig empathisch wirkenden Gärtnerin vorgefunden hätten. Überdies darf von einer Fachkraft für Gartenbau erwartet werden, dass sie reine Blühpflanzen von Nutzplanzen zu unterscheiden weiß. Das Formular der Umzugsanfrage sichert das Überleben von Bären Umzüge Berlin. Es handelt sich keinesfalls um Unkraut, das mit Stumpf und Stiel ausgerissen werden soll.

Mit einer gewissen Bocksbeinigkeit ging es im ungünstigen weiteren Gesprächsverlauf nur noch um die stoische Verteidigung eherner Prinzipien: die umzugswiesentypische, wild wuchernde Bildervielfalt, die unwegsame gendergerechte Sprache oder die – wie wir jetzt gelernt haben – altmodischen Zeigepfoten, die den Aufzählungen vorangehen, werden nicht von der Bildfläche verschwinden. Hier kämpfen wir um den Schutz unseres virtuellen Lebensraumes.

Natürlich lässt sich unter vergifteten klimatischen Bedingungen nicht fruchtbar werkeln; deswegen muss sich diese Person auch nicht weiter um die Arbeit an den lebenden Pflanzen unserer Umzugswiese bemühen.

Was unsererseits gwünscht wird ist, die verschiedenen Ebenen und Nährböden mit Respekt vor der Natur der Umzugswiese neu zu gestalten. sodass sie keinesfalls jener reizlosen Konformität anheim fallen wie sie im Dutzend auf den anderen Grundstück im Wettbewerb zu besichtigen ist. Unpersönliche Dutzendware bis zur gesichtslosen Unkenntlichkeit stromlinienförmig suchmaschinenoptimiert ist nichts, was wir uns statt eines lebendigen, unverwechselbaren Ökosystems als unser Markenzeichen wünschten.

Das Bild des heutigen Blogtages zeigt den Ausschnitt eines Graffiti in Berlin-Mitte.

 

 

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Wenn Zettel fliegen lernen

Heute nehme ich mir die große Karte von Berlin vor, um unsere ungeliebten Werbeflyer im Stadtgebiet zu verteilen.Vorher mache ich mir gewissenhaft Notizen: Wo könnte eine Falle lauern, die einen erbosten, oft unflätigen Anruf im Büro zur Folge haben würde?

Mein Alptraum sind die wütenden Horden, die in ihren rubinroten Briefkästen Werbung vorfinden, obwohl ein unübersehbarer Aufkleber genau das verhindern sollte: „Bitte keine Werbung!“
Warum steckt dieses Zeug dann trotzdem in meinem Briefkasten? Habt ihr zu viel Kohle, oder was?! Macht ihr das extra? Die letzte Firma, mit der ich umziehen werde, ist deine! Ihr könnt ja noch nicht mal lesen!

Aber drüber schreiben kann ich, über meine Sicht der Dinge: über argwöhnische Blicke hinter Gardinen, über bergeweise Flyermüll in extra dafür bereit gestellten Kisten, über den erbitterten Machtkampf in der Umzugsbranche, der erstaunliche Blüten treibt. Von den Flyerverteilenden, die vor mir da waren und anderen, die nach mir deren Arbeit zu tun haben: den Werbezettel der Konkurrenz aus dem Müll oder einem Briefkasten zu fischen und genau dort einzuwerfen, wo er mit Sicherheit unerwünscht ist und die aufgedruckte Firma in Verruf bringen wird. Manche machen sich gar die zeitraubende Mühe, konkurrierende Werbung ganz verschwinden zu lassen. Solide ist so eine Vorgehensweise jedenfalls nicht.

Ganzen Arten kann es an den Kragen gehen:  Bären natürlich vorneweg, aber auch Igel, Delfine und Tiger müssen dran glauben, wenn sie sich nicht flink davon machen ehe der Blitz auch sie trifft.

Schreiben darf ich über die andere Seiter der Flyermedaille, die auch  mehr als ein Jahr nach dem erzwungenen Umzug auf die Umzugswiese44 nach wie vor z.B. dafür Sorge trägt, dass Rechnungen bezahlt,  der Mindestlohn ausgezahlt, Steuerzahlungen bedient werden können. Die unsere Werbung für  Personenkreise sichtbar macht, die vom „Computergedöns“ nichts wissen wollen, weil ihnen neue Technologien fremd sind: „Gab’s früher auch nicht!“ 

Und ich darf Frau Helms ins Blickfeld rücken, die zur Zielscheibe aller erzürnten Anrufer_innen und Mailschreibenden wird, weil sie uns repräsentiert, wenn sie den Hörer abnimmt oder eine Mail öffnet und mit wüsten Beschimpfungen und finsteren Drohungen konfrontiert wird. Nicht immer ist das über 8 Jahre gewachsene Fell so dick, dass der rüde Umgangston ihr nichts anzuhaben vermag. Nichtsdestoweniger müssen wir natürlich jede Beschwerde ernst nehmen, unsere Botschaft achtsam vermitteln und daran glauben, dass Artenschutz zur zoologischen Vielfalt beiträgt.

Der heutige Blogtag schließt mit einem Blick in die Rubrik „Öbel“:

„Wir sind ein Umzugsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Umzüge zu organisieren und durchzuführen.

Es Kümmert sich je nach Art und Umfang des Auftrags um Verpackung, Verladung, Transport, Entladung und Einrichtung der nemen Wohnung oder Büros.“

Das Bild des heutigen Blogtages zeigt ein Werk des brasilianischen Street Art Meisters Cranio aus dem Jahre 2014 in  der Berliner Bülowstraße.

Downhill durchs Piece in den Urlaub

Ich habe nichts anzubieten – außer 2 Fahrrädern in der luftigen Höhe eines Laternenmasts, zwischen Wartehäuschendach und Baumkrone hängend. Die liegen seit mehreren Wochen auf Halde, auf ihren Auftritt im Netz wartend. Dass auch heute wieder nicht ihr Tag sein wird, um auf Facebook geflissentlich übersehen oder auf Google Plus mit Einsern belohnt zu werden, steht leider schon fest.

Auf der Suche nach dem Look meines heutigen Postingtages ist mein schweifender Blick nämlich auf ein Abbild des Septembers gefallen, das dem drögen Berliner Chic des U-Bahnhof Eisenacher Straße zu etwas mehr Hipness verhilft.
Meine Urlaubsreife ist mittlerweile schon so weit fortgeschritten, dass ich selbst in der herbst-farbenen Hügellandschaft, die unter den schmucklosen Schriftzug „Eisenacher Straße“ gesprayt ist, Breisgauer Grün sehe, das zu stundenlangen Spaziergangen mit Freundin & Hund überschwänglich einlädt.

Trudelnde Herbstblätter lassen definitiv auf frischen Wind schließen. Die hochsommerlichen, scheinbar windstillen Tage, in denen die stickige Luft in der überhitzten Großstadt zu stehen schien, sind endgültig vorüber. Wenn das erste Fliegenpilzchen unter einem Pfeil zu sprießen beginnt, ist eine neue Zeit des Jahres angebrochen. Diese frohe herbstliche Kunde wird auch durch die kahlen Äste nicht getrübt, die durch die Signatur bis in den Himmel wachsen.
                                                                   Ohne Zweifel werden hier goldene Herbsttage verheißen. Und die wollen genossen werden. Vorbei die permanente Pirsch durch Googles Unterholz – stets wachsam der besten Bewertung auf dem meist beachteten Portal auflauernd, dem geilsten Post unermüdlich auf der Spur, das Topranking der beliebtesten Suchmaschine jederzeit im Visier. Das ist raues Terrain. Wo es sich zu bewähren gilt, Hindernisse überwunden, kühne Sprünge in holprigem Gelände gewagt werden wollen. An manchen Tagen geht’s allerdings in rasantem Tempo downhill – bestenfalls mit Aussicht auf sattes Grün. Also quasi direkt unter dem Fliegenpilz die abschüssige Bahn hinabgesaust, um im Piece zu bleiben.

Mountain Biking hat sich hier ins sprachliche Bild geschlichen und den Kreis sowohl zu meinem Urlaubsziel geschlossen (was wäre diese Stadt ohne die ungezählten Fahrräder?) als auch zu den ungeliebten Rädern hoch über dem Steglitzer Hermann-Ehlers-Platz in ihrer Posting-Warteschleife. Vielleicht sollte ich Vor-Urlaubsmilde walten lassen und diesen Schnappschuss aus dem Doppeldecker endlich in die Welt setzen. Dann sind im Oktober Kopf und Halde frei für neue Illustrationen aus der Welt unserer Umzugswiese44.

 

Männchen in Berlin

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist – ungewollt – einige Zeit vergangen. Postings in sozialen Netzwerken, die Aktualisierung unserer Umzugswiese bedeuten an manchen Arbeitstagen mehr Aufwand als mir lieb ist.
Für den Blick auf die Bemühungen der Anderen bleibt jedoch (fast) immer Zeit. Für einen pointierten Kommentar nicht immer. Für Heiterkeit jedoch stets: „Ein Super Seite Männchen zum Gedanken bringen:)))“.  Ich glaube zwar, dass es Unicef (deren Facebook-Post mit diesem Übertitel geteilt worden war) auch um Weibchen und alle anderen Gender geht, aber in Zeiten fluider Geschlechterbestimmungen  ist so eine Prämisse absolut kleinlich. Schließlich hieß es nicht umsonst auf einer Homepage: „Ansprechpartner/in Frau Kaiser“ .

Überhaupt muss Einfallsreichtum in diesen Zeiten Trumpf sein, da der Markt der Umzugswilligen überschaubar ist – die Anzahl der Umzugsunternehmen in Berlin allerdings nicht.
Das heißt nun werden die ganz harten Bandagen ausgepackt. Plötzlich treiben diffamierende Bewertungen im Cyberspace ihr Unwesen, die den Straftatbestand der Verleumdung nur um allerfeinste Haaresbreite streifen. Und sind 24 Stunden später – nach vehementer Intervention – aus den Google Bewertungen zumindest öffentlich wieder verschwunden. Nur mein giftiger Kommentar legt noch von ihrer Existenz Zeugnis ab.

Antwort vom Inhaber vor einem Monat
Lieber Ingo Schmidt, da uns kein Auftrag vorliegt, der mit Ihrem Namen verbunden wäre, bei uns keine diesbezügliche Reklamation eingegangen ist, uns keine Dame mit einem männlichen Namen kontaktierte, – denn daran würden wir uns sehr gern erinnern, weil wir ein Herz für Trans* haben – halten wir diese Bewertung für ein Fakeprodukt der Konkurrenz. Freundliche Grüße und einen schönen Tag.

Ein andermal kursiert tatsächlich ein fingiertes Angebot, das in dieser Form unser Haus nie verlassen hatte, geschweige denn von unserer verdienten Frau Helms je unterschrieben worden wäre. Ein Argusauge in einem bundesdeutschen Job-Center erwies sich jedoch als besonders wachsam und die Täuschung flog auf, da in diesem Fall  irgendwer besonders plump agiert hatte: Auf dem Briefkopf prangte noch im Juni 2015 dick und fett der Name jener alten Domain, die wir bereits 2014 verlassen mussten.

Gemessen an solchen phantasievollen Dimensionen ist ein vorgegaukelter Besichtigungstermin für einen angeblichen Umzug Berlin-Kanarische Inseln natürlich Kleinkram. Nachdem wir realisierten, dass wir von einem Mitbewerber vorgeführt worden waren, ist es uns sogar beinahe gelungen in das schadenfrohe Gelächter des konkurrierenden Unternehmers in der Nachbarschaft dieser Adresse einzustimmen. Frei nach dem Motto: Humor ist, wenn du trotzdem lachst. Und darüber schreibst.

Das Bild des heutigen Blogtages zeigt genderübergreifende Street Art in Berlins Bülowstraße als urbanen Chic.

Freundliche Grüße von der Umzugswiese.

Öbel

„Und wenn Sie es wünschen, holen wir die öbel und Utensilien auch bei Ihnen ab.“ Möglicherweise möchten Sie aber auch nur virtuell umziehen, und daher einen „Online-Umzug“ buchen. Oder Sie brauchen dringend eine „Entümpelung“, weil Ihrem Gartenteich die Überflutung droht.

Vieles ist möglich in „Blocks zum Thema Umzug Berlin“ – besonders orthografisch: „Wir sind Ihr Kompetenter und Zuverlässiger Partner in allen Fragen des Umzug ,Transport,Lagerung und Logistik.“ Manchmal wird jedoch nicht nur am Blick in den Duden gespart, sondern gleich an Informationen: „Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim. Donec pede justo, fringilla vel, aliquet nec, vulputate eget, arcu.“ 

Warum nicht mit einem Blindtext online gehen? Fertiges Layout haben schließlich (fast) alle Webseiten. Hauptsache Buchstaben. Es muss ja auch nicht gleich ein deutscher Haupsatz sein: „Umzug Berlin – Umzüge Berlin – Umzugsunternehmen Berlin – Umzugsspedition Berlin – Umzugsservice Berlin – Nahumzug Berlin – Privatumzug Berlin – Fernumzug Berlin- Bremen – Bremerhaven – Hannover – Duisburg – Essen – Düsseldorf – Köln – Bonn – Wiesbaden – Magdeburg – Leipzig – Kassel – Dresden – Frankfurt am Main – Mannheim – Karlsruhe – Nürnberg – Stuttgart – München – Umzug von Berlin nach Kiel – Lübeck – Rostock – Hamburg – Umzüge nach Bernau – Zepernick – Panketal – Zehdenick – Rüdnitz – Biesenthal – Danewitz“.

Bei einer bloßen Aufzählung stehen auch Zeichensetzung und sprachlicher Anspruch der Rezeption nicht im Wege: „Mit uns als kompetentem Umzugspartner, wird der Umzug in Ihr neues Zuhause zum Kindenspiel“. Steht gerade Weihnachten vor der Tür, gibt’s vielleicht sogar noch ein Krippenspiel obendrauf.

Wenn die Rechtschreibprüfung mal wieder versagt, die Lektor_in hingeschmissen hat und das Wörterbuch unauffindbar ist, entstehen unkonventionelle sprachliche Verknüpfungen, die einer Renaissance des Dadaismus den Weg bereiten könnten: „Natürlich sind wir mit den entsprechenden Werkzeugenam Umzugstag, mit professioneller Ausrüstung und umzugsaterial gut ausgestattet, so dass Ihr Umzug Umzüge werden von uns mit Umsicht und entsprechender Technik transportiert.“

In diesem Sinne:Internationale Umzüge, Transporte und Beiladungen bieten wir durch ein omnioptimales System in Kombination an.“

An das BloggerAmt!

Die Herausforderungen nehmen kein Ende: jetzt übe ich mich erstmals im Setzen eines „Textlinks“, in der vagen Hoffnung, dass unser Blog von Bären Umzüge Berlin bis zum „BloggerAmt“ vorgelassen werden wird.

Weil ich keine der im Netz verfügbaren Beschreibungen auf Anhieb verstehe und unser verdienter Weproducer, der mir die virtuelle Welt zu erklären pflegt, leider urlaubt, muss es eben so gehen:  umzugswiese44 macht sich auf den Weg zum BloggerAmt.

Im Angebot wäre auch noch der (unverlinkte) Verifizierungscode: <!–92621276–>

Zur Sicherheit auch noch quellcodifiziert: <a href=“http://www.bloggeramt.de/“ title=“BloggerAmt“ target=“_blank“>BloggerAmt</a>

Wär schön, wenn sich das spätabendliche Hoppeln durch verschiedene Tutorial-Seiten für Blog-Newbies gelohnt hätte! 

Ihre Umzugsfirma Berlin: Wiesenstr.44. Bären Umzüge Berlin – Die von der Wiese.

 

 

Mein 1. Blog(eintrag) für Bären Umzüge Berlin!

Und ich bin ganz aufgeregt, weiß gar nicht, was ich schreiben soll – obwohl ich mir genau so ein Forum gewünscht habe, um von unserer neuen Umzugswiese44 berichten zu dürfen.

Das freundliche „Gut gemacht!“ verfehlt seine ermunternde Wirkung auf mich als Blog-Newbie jedenfalls nicht,